Workshop: Fortbildung
Einführung in die archäologische Fundzeichnung
 
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Im Museum der Stadt Gernsheim fand am 10.4.2010 dieser Fortbildungskurs für terraplana-Mitglieder und Mitglieder des Kunst- und Kulturhistorischen Vereins der Schöfferstadt Gernsheim unter der Leitung des terraplana- Mitgliedes Raphael Kahlenberg statt.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung zur Geschichte der graphischen Funddokumentation wurde die Frage nach der Notwendigkeit der aufwendigen Handzeichnung in der heutigen Zeit beleuchtet. Danach lernten die Teilnehmer die Konventionen der modernen Fundzeichnung kennen.

Zu Anfang des praktischen Teils lernten die Teilnehmer die Grundregeln zum Zeichnen und Rekonstruieren von Keramikgefäßen und wurden mit den verschiedenen Werkzeugen vertraut gemacht. Erstaunlich, wie Archäologen mit einer einzigen Scherbe ganze Gefäße rekonstruieren und datieren können!

Dann ging es richtig los: Probeweise musste jeder einen Kaffeebecher des
21. Jahrhunderts zeichnen – auf Millimeterpapier und Transparentpapier. Aber dann: Geschichte zum Anfassen: Aus dem Fundus des Gernsheimer Museums konnte sich jeder Teilnehmer römische Keramikfragmente aussuchen, um sie dann nach allen Regeln der Kunst zu zeichnen. Dafür war zwar kein kreatives künstlerisches Talent erforderlich, aber präzises Arbeiten, denn es handelt sich bei den Fundzeichnungen um technische Zeichnungen. Mit Schiebelehre, cm-Maß, Radiusschablonen und anderen Hilfsmitteln, dazu gutem Augenmaß und einer ruhigen Hand konnten so die Scherben mit Tusche aussagekräftig gezeichnet werden: Im Querschnitt und in der dreidimensionalen Ansicht. 

Vielen Dank für diesen intensiven Fortbildungskurs an Raphael Kahlenberg!

 Text: B. Schmidt
Foto: P. Schmidt
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