Römerfest auf der Haselburg
 
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Auch 2014 war das „collegium transrhenanum“, die Römergruppe von terraplana, beim Römerfest auf der Haselburg, einer römischen „villa rustica“ im Odenwald bei Hummetroth.
Die gut restaurierten Grundmauern dieses großen Gutshofes mit Hypokaustheizung, Bad, heiligem Bezirk mit Jupitergigantensäule und einem netten Museum war am Wochenende (14. – 15. Juni 2014) mal wieder der Schauplatz eines bunten Völkergemisches. Hier trafen Römer auf ihre ehemaligen Feinde, Völker der folgenden Jahrhunderte und faszinierte Völkerscharen des 21. Jahrhunderts….. und das alles friedlich! Kelten, Wikinger, Sarmaten, Normannen, Avaren hatten ihre urigen Lager aufgeschlagen, waren historisch gekleidet, informierten über „ihre“ Zeit und führten verschiedene Techniken vor. So auch wir! Unser Programm kam wieder sehr gut an: Öllämpchen töpfern und zugunsten von terraplana verkaufen, Tonanhänger mit römischen Motiven bemalen, römischer Lastenkahn AEGINA und Schießübungen mit Manuballista und Pfeil und Bogen – römische Zivilisten und Soldaten! So eine riesige Besucherschar wie in diesem Jahr haben wir noch nie auf der Haselburg erlebt!
Nach dem Zelt- und Standaufbau am Samstagnachmittag konnten wir in Ruhe die anderen Völkerscharen besuchen und mit ihnen reden – am eigentlichen Haselburgfesttag, dem Sonntag, hatten wir dazu absolut keine Zeit mehr. Durch den Besucherandrang hatten wir kaum Luft zum Atmen. Erstmalig haben wir auch auf der Haselburg unser Nachtlager aufgeschlagen! Wer hat schon auf dem Gelände einer „villa rustica“ aus dem 2. Jahrhundert geschlafen? Ein Grillfeuer zum Brutzeln und Wärmen, ein Tontopf, um auf dem Feuer heißes Wasser zu machen – zum Waschen, Spülen und für den coffea arabica…  Tagsüber eine wunderbare Sicht über den Odenwald (die Römer haben sich schon schöne Fleckchen ausgesucht…), nachts ein sternenklarer Himmel – und dementsprechend war es saukalt. (Ich vermeide ja möglichst Kraftausdrücke, aber für die Kälte dort oben gibt es nichts Passenderes!) Kein Wunder, dass sich der römische Hausherr damals ein großes Badehaus mit warmem und heißem Wasserbecken hat bauen lassen!
 

Text: Brigitte Schmidt

Fotos: Brigitte Schmidt, Gaby Kobow

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