collegium transrhenanum im Eulbacher Park
 
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Der Eulbacher Park liegt im Odenwald oberhalb von Erbach und Michelstadt direkt an der Nibelungenstraße, der B 47, wurde als Englischer Garten und romantischer Landschaftspark beim Jagdschloss Eulbach um 1805 angelegt.
Was macht die Römergruppe von terraplana dort bei einem Gartenfest, der Odenwald Country Fair?
Zur Erinnerung: Der Limes ist nicht weit. Ganz in der Nähe befinden sich z.B. das Römerbad Würzberg und der rekonstruierte Limeswachturm bei Vielbrunn. Graf Franz I. – ein begeisterter Hobbyarchäologe -  ließ an verschiedenen Stellen römische Relikte ausgraben und in seinem Park wieder aufbauen (das würde er heute nicht mehr tun…), so dass dort noch ein Viergötterstein, Bauteile von Wachtürmen und Kastelltoren zu sehen sind. So war auch ein Infostand zum Odenwaldlimes beim Country Fair-Fest, ein Stand mit römischer Münzprägung – und wir: das „collegium transrhenanum“ von terraplana!
Bereits am Vortag hatten wir unser Lager aufgebaut, den Vorführ- und Verkaufsstand, das Kindermalzelt, unsere Küche und Schlafzelte – alles im herrlichen Hochwald in idyllischer Lage am See. Blühende Teichrosen, ein Inselchen mit Kapelle, vis-á-vis das nachgebaute Römerschiff AEGINA. Zwischen Mufflongehege, Wildschweinen, Wisenten… abends Glühwürmchen, Fledermäusen und Froschgequake - wer hat schon mal einen so schönen Lagerplatz gehabt? Die Frösche hatten ein erstaunliches Durchhaltevermögen – Tag und Nacht - , so dass man entweder davon träumte, einen zu küssen (damit es ein Prinz wird) oder Froschschenkel …… na ja, wir haben beides gelassen!
4 Tage lang hatten wir dann volles Programm von 10.00 bis 19.00 Uhr (Öllämpchen töpfern und verkaufen (Brigitte und Peter Schmidt), Kinder verkleiden, Anhänger bemalen (Rita Lotter), Vorführung einer Manuballista und mit der AEGINA eine Bootsfahrt machen (Jörg Lotter und Daniel Usher). Alle Einnahmen gehen zu 100% in die terraplana – Kasse. Neue Kontakte zu Museen und Schulen konnten wir auch knüpfen.
Anstrengend war es. Ungewohnt im Zelt „schlafen“… Ein eisiger Nordwind, der uns ständig in die Augen blies – da mussten wir uns unter die 2 Tuniken, die wir sowieso anhatten, noch eine Hose und eine Islandjacke anziehen. Der Faltenwurf war dann nicht mehr der einer römischen Göttin, sondern wir glichen doch eher einem oberhessischen Presskopf. Jörg Lotter musste mit den Blutegeln im Teich Bekanntschaft machen, Muskelkater gab´s auch kostenlos vom körperbetonten Ausgleich des schwankenden Bootes, denn der Schiffsführer stand wie ein Gondoliere. Auf jeden Fall hatten die beiden Schiffsbauer und Ruderer viel Schlag bei den weiblichen Fahrgästen!
Wenn dann abends die Zuschauer weg waren, konnten wir endlich mal durchatmen, ein Feuerchen anzünden, was brutzeln, ein Gläschen Wein/ Mulsum dazu und über Gott und die Welt reden. Daniel kochte römisch: „Ius candidum in ansere elixo“ – aus der Gans (ansere) waren Hähnchenbrüste geworden – es hat toll geschmeckt!
 

Text: Brigitte Schmidt

Fotos: Peter und Brigitte Schmidt, Gaby Kobow
 
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