Römerfest mit Markt im LIMESEUM Ruffenhofen
 
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Grüß Gott in Ruffenhofen!
Jo mei, des hört man do glei, mir san in Bayern eingeladen!
 
Entschuldigung – in Franken! Das gehört zwar zum Freistaat, ist aber doch etwas anders, das merken wir direkt. Es ist evangelisch, sogar stockevangelisch, und wir sind in einem sehr schönen evangelischen Bildungszentrum unterge-bracht, direkt am imposanten Hesselberg, einem Zeugenberg der Fränkischen Schweiz mit gut erhaltenem Wall – einer verfallenen Mauer- aus der Urnenfelderzeit / Bronzezeit. So bekommen wir nicht nur eine traumhafte Urlaubskulisse geboten, sondern auch noch die Möglichkeit, am ev. Kirchentag Bayerns an Pfingstmontag teilzunehmen, was aber nicht alle nutzten, denn da war schon Abreisetag.
Doch von vorne:
Große Dinge werfen ihre Schatten voraus: Bereits im November 2016 nahm das LIMESEUM mit dem Römerpark Ruffenhofen Kontakt auf mit dem collegium transrhenanum, der Römergruppe von terraplana. Bis dahin war uns der Ort Ruffenhofen kein Begriff – das müssen wir zugeben. Aber nun können wir es allen verraten: 12 km östlich von dem schönen Dinkelsbühl gelegen am rätischen Limes, dort, wo der Limes als Mauer und nicht als Wallgraben gebaut wurde. Geophysikalische Prospektionen brachten ein großes Reiterkastell für ca. 500 Soldaten und doppelt so vielen Pferden ans Licht. Das Gelände wird nun nicht mehr beackert. Durch Anpflanzung von Hecken auf ehemaligen Mauern und Ausmähung von Wiesenstreifen mit herrlich blühenden Wildpflanzen werden z.B. die 3-fachen Gräben um das Kastell angedeutet. Dazu bauten die umliegenden Gemeinden ein schickes Museum mit den Funden der Umgebung. Es lohnt sich! Hier sollte ein Römermarkt stattfinden mit Handwerkervorführungen und dazu waren wir eingeladen.

Freitag, 2. Juni Anreise – dichter Reiseverkehr. Einchecken und die Stände im Innenhof aufbauen, dann Biergarten.



Samstag, 3. Juni: Füllen unserer Stände: Uschi Weiss-Göbel baute ihre Küche auf, Adi Göbel sein Rechenbrett, ihr Freund Manfred, seines Zeichens Senator, schenkte Mulsum aus.





Jörg Lotter drehte Glasperlen (römische Augenperlen).
Daniel Usher zeigte, dass Bronzegussrohlinge, z.B. Anhänger oder Fibeln, noch einer langwierigen Nachbearbeitung (Feilen…) bedürfen. Brigitte und Peter Schmidt waren – wie immer- am Stand mit Herstellen und Verkaufen von Öllämpchen zugange.





 


Die Sonne prallte vom Himmel. Windstille. Affenhitze. Die Besucher kamen nur sehr spärlich – eben Samstag: Da hat man doch noch was anderes zu tun: Einkaufen, Gartenarbeit und die Gasse kehren…
Am Abend gab es noch eine Welturaufführung: Eine Führung durch den VICUS und das KASTELL Ruffenhofen für Leute ab 18 Jahren – nicht ganz jugendfrei – über das Nachtleben in Rom und auch am Ende der damaligen Welt: In Ruffenhofen. Das sollte wiederholt werden!
Pfingstsonntag, 4. Juni: Schon in der Nacht hatte es kräftig angefangen zu regnen, ein schönes Gewitter! Auch morgens regnete es noch, als wir zum LIMESEUM fuhren. Die Stände der anderen Marktbetreiber hatte es umgeweht, unsere standen – nur die Dächer hatten schwere Wassersäcke!

Gut, dass das Team des Museums bereits beschlossen hatte, das Fest ins Museum zu verlegen. Alle halfen beim Umzug mit. Schnell hatte jeder sein Plätzchen gefunden. Bevor die ersten Gäste strömten, war alles wieder aufgebaut. Ja – am Sonntag gegen Mittag, sicher nach dem Kirchgang – strömten sie wirklich! Dann hatten wir wirklich viele und sehr interessierte Zuschauer.

Rückfahrt am Pfingstmontag – es war ein schönes Wochenende!
 

Text: Brigitte Schmidt

Fotos: Peter Schmidt

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